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Gender Diversity auf Führungsebenen führt „zu eindeutigen ökonomischen Vorteilen“. Zu dieser Aussage kommt eine Studie der Unternehmensberatung McKinsey. Arbeitgeber mit geschlechtlich gemischten Vorständen haben demnach in den wirtschaftlich schwierigen Jahren seit 2008 ihre Wettbewerber hinter sich gelassen: „Renditeunterschiede von mehr als 50% zeigt unsere breit angelegte Untersuchung in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den Vereinigten Staaten.“ Allein in Deutschland könnte ein höheres Maß an Vielfalt den drohenden Fachkräftemangel fast zur Hälfte abfedern. Im Wettbewerb um junge Talente ist Diversität zudem ein sichtbares Differenzierungsmerkmal geworden. Erste Firmen haben es bereits geschafft, bei Nachwuchskräften ein Diversitäts-Image aufzubauen, das deren Lebenswirklichkeiten trifft.

Aus unserer Untersuchung leiten sich fünf Handlungsfelder ab, mit denen
Unternehmen ihre Vielfalt nachhaltig erhöhen können. Wem es als Organisation
zudem gelingt, für seine talentiertesten Mitarbeiter einen Dreiklang
aus „Fähigkeiten“, „Passion“ und „Chance“ herzustellen, wird mit besseren
ökonomischen Ergebnissen und gesteigerter Wettbewerbsfähigkeit belohnt.
Diverse Unternehmen sind deutlich erfolgreicher Wir leben in einer volatilen Welt. Die globale Finanzkrise im Jahr 2008 hat eindrucksvoll demonstriert, wie sich ökonomische Zyklen immer weiter verkürzen. Der Verlauf des DAX in den vergangen Jahren ist Sinnbild dieser Verwerfungen.“ Gleichzeitig gewinne die Diskussion über Gender Diversity zunehmen an Interesse. McKinsey verweist darauf, dass über 1.000 deutsche Firmen die charta der vielfalt unterzeichnet haben.

„Diskussion teils extern motiviert“

Die Diskussion ist teils extern motiviert (z.B. durch drohende gesetzliche Quoten),
teils entspringt sie der Erkenntnis, dass Talente zunehmend rar werden.
Aber sind vielfältige Unternehmen auch erfolgreicher? Die McKinsey-Studie
„Women Matter“ zeigte bereits, dass Geschlechtervielfalt in Vorständen mit
wirtschaftlichem Erfolg einhergeht. Unsere Analyse fasst den Vielfaltsbegriff
noch einmal weiter und kommt zu ähnlich klaren Ergebnissen: Vielfalt siegt!
Wir wollten wissen, wie Unternehmen mit hoher und geringer Topmanagement1-
Diversität in den volatilen Jahren zwischen 2008 und 2010 abgeschnitten haben.
Dazu haben wir die Zusammensetzung der Vorstände sowie den Return on Equity
(ROE) und die EBIT-Marge von rund 180 Unternehmen weltweit analysiert. Dazu
zählen die DAX 30 (Deutschland), CAC 40 (Frankreich), FTSE 30 (Großbritannien)
sowie diejenigen 80 Unternehmen der Fortune 500 (USA) mit der höchsten
und geringsten Diversität im Board.2 Den Fokus unserer Betrachtung legten
wir auf die heute objektiv nachvollziehbaren Diversity-Gruppen „Frauen“ sowie
Menschen anderer Nationalität/anderen kulturellen Hintergrunds3 (hier vereinfachend „Ausländer“). Die Unternehmen mit höchster Vorstands-Diversität (Topquartil) setzen sich vom Rest ab. Sie erzielten zwischen 2008 und 2010 53% mehr ROE und eine um 14% höhere EBIT-Marge, verglichen mit den wenig diversen Firmen (letztes Quartil).