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Klaus Danhamer (56) ist ein erfahrener Management-Experte: Nach 10 Jahren als CEO und „Chairman of the Board“ eines deutschen Maschinenbau-Konzerns kam der studierte Ökonom 2012 als Personalberater zur Unternehmensberatung für Frauen. Bei HUNTING/HER HR-Partners leitet der 56jährige nicht nur das Büro München der Personalberatung, sondern ist ob seiner Erfahrungen aus der Praxis in Skandinavien auch ein seitens der Presse gefragter Experte.

Gefragt wieso die Staaten im Norden Europas den anderen Staaten im Bereich der Frauenförderung weit voraus seien, sagt Danhmaer “in Ermanglung des zur Verfügung stehenden Platzes nur mit einigen Hinweisen”.

“Jemand der sich in Skandinavien ausschließlich um die Karriere kümmert, wird von der Gesellschaft eher mitleidig betrachtet.” Auch sei das Familienleben kein Anhang an den Beruf, sondern gleichgeordnet. Die Skandinavierinnen wären “sehr stolz auf ihre Gleichberechtigung”. Diese würde auch in der Familie eingefordert, Mann und Frau kümmerten sich beispielsweise in gleichem Maße um die Kinder. Interessant sei ebenfalls, so der Wirtschaftswissenschaftler, dass “von den Männern ebenfalls gesellschaftliches Engagement” vorausgesetzt werde.

„Personalberater und Headhunter vermitteln häufig weniger als 15 Prozent Frauen“

Auch habe nahezu jedes Kind in Nordic einen Krippen- oder Kindergarten-Platz. “Mann bring morgens die Kinder hin, Frau holt sie abends ab oder umgekehrt.” Deshalb wären Meetings nach 17.00 auch verpönt. Es könne auch vorkommen, dass in einer länger andauernden Besprechung sich jemand plötzlich entschuldigt und geht, da der Kindergarten ruft. Auch bei Managern und Top-Managern sei dies auch zu akzeptieren“.

Seit seiner Rückkehr in die süddeutsche Heimat wollte der bisherige Top-Manager mitarbeiten, den Frauenanteil in deutschen Teppichetagen auszubauen. Seit seinem Ausscheiden als Industriemanager ist der Diplom-Ökonom beim ersten auf Frauen spezialisierten Headhunter HUNTING/HER im Büro München.

Nicht zu letzt aufgrund ausgiebiger Erfahrungen mit Headhuntern von der anderen Seite aus: „Meist wurden mir etwa gut 80 Prozent Männer und damit weniger als 20 Prozent Frauen auf der Shortlist präsentiert.“

Eines ist dem Frauen-Headhunter bei seiner Aufgabe darüber hianus wichtig. Der Personalberater Danhamer stellt klar, dass der Fokus auf Frauen nicht als Diskreditierung von nännlichen Fach- oder Führungskräöften beruht, stattdessen als eine Gelegenheit für die Unternehmen, den oder eben die am besten geeigneten Kandidaten/in zu finden.