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Der steigende Frauenanteil in der bisherigen Männerdomäne Automobilbranche war das Thema von SWR Leute, zu Gast in der Sendung war die Chefin der Daimler-Konzerntochter Smart, Dr. Annette Winkler.

Dr. Annette Winkler, SMART-Chefin

Dr. Annette Winkler, SMART-Chefin

„Schon als Kind hatte ich Interesse an Technik – kein Mann müsste das extra erwähnen“ leitet SWR-Wirtschaftsredakteur Schmit den Beitrag zur Sendung ein, in deren Vorfeld auch Christian Böhnke von der Hunting/HER Personalberatung für Frauen zu Wort kam. Als Headhunter für Frauen verwies Böhnke auf den Wert von Frauen tendenziell zugeschriebenen Kompetenzen.

Muss eine Frau führungstechnisch härter sein als ein männlicher Manager? Nein, sagt die Top-Managerin: „Das Wichtigste in der Führung ist doch gerade, dass man authentisch bleibt. Als Frau sollte man bitte nicht versuchen der bessere Mann“ zu sein, dass sei „kontraproduktiv“.

Zwar achte man bei SMART schon darauf, gezielt den Frauenanteil in Führungspositionen auszubauen. „Wir sorgen dafür, dass ein bestimmter Prozentsatz unserer Einstellungen weiblich ist.“ Dennoch aber gehe es nicht ohne kulturelle Entwicklungen: „Eine kulturelle Veränderung ist eine wichtige Voraussetzung eine Vielzahl von kleinen und großen Handlungen.“

„Frauen kommunizieren häufig besser als Männer und können divergierende Teile innerhalb von Teams oft besser zusammenbringen“

Christian Böhnke, Hunting HER

Allerdings gelte bei Smart auch das Prinzip, dass Männer auch nicht diskriminiert werden. Eine Frauenquote hingegen lehnt Dr. Winkler ab: „Mehrheitlich lehnen Frauen die Frauenquote ab. Auch ich möchte nicht dass man über mich sagt, ich sei nur SMART-Chefin geworden, weil ich eine Frau bin.“ 

Eine Aufzeichnung der Sendung finden Sie hier.