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Bundesfamilienministerin Schwesig (SPD) möchte ebenso wie ihr Kollege Justizminister Heiko Maas (ebenfalls SPD) auf Basis des mit der Union ausgehandleten Koalitionsvertrages eine Frauenquote für Aufsichtsräte einzuführen.

Dabei sollten jedoch, ähnlich der Flexiquote ihrer Vorgängerin Dr. Kristina Schröder (CDU), die meisten der Unternehmen lediglich mehr motiviert werden, auf freiwilliger Grundlage eine entsprechende Zielvorgabe für Frauen in ihren Führungspositionen einzuführen.

Etwa 2600 Unternehmen von der Frauenquote betroffen

Das Vorhaben mit dem etwas sperrigen Namen „Gesetz zur Förderung von Frauen in Führungspositionen“ will die Bundesfamilienministerin noch im laufenden Kalenderjahr im Deutschen Bundestag beschliessen lassen, so dass dieses 2015 in Kraft treten würde.

30 % Frauen gilt weiter nur in Aufsichtsräten

Die gesetzlich vorgeschrieben verpflichtung für 30 Prozent Frauen wird allerdings ausschließlich für Aufsichtsräte in jenen Unternehmen gelten, welche sowohl an der Börde gehandelt sowie ausserdem der Mitbestimmungpflicht unterliegen, so Frau Schwesig in einem Interview mit der Tageszeitung Die Welt. Dies betreffe derzeit voraussichtlich gut 100 Unternehmen in Deutschland.

Hamburg geht einen Schritt weiter

Noch einen Schritt weiter geht dabei die Hamburger Justizsenatorin Schiedek (ebenfalls SPD), die ebenfalls einen Entwurf für ein neues Gleichstellungsgesetz vorgelegt hat. Inhalt: Eine gesetzliche Frauenquote von 40 % für Führungspositionen in den Ämtern und öffentlichen Unternehmen der Hansestadt, wie Jana Schiedek dem Norddeutschen Rundfunk gegenüber mitteilte.

Nicht nur die Unternehmen der freien Wirtschaft sondern auch die Hansestadt Hamburg sei als Arbeitgeber in der Pflicht. In Verwaltung sowie in öffentlichen Unternehmen wie der SAGA GWG, der Sprinkenhof AG oder der Hamburger Hochbahn soll der Anteil von Frauen in Führungsjobs auf 40 % steigen. Ausserdem, so die Senatorin, sollen die Positionen teilzeitgeeignet sein, „um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erleichtern.“