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Fortsetzung: Bei den Männern waren hier kaum nennenswerte Unterschiede vorhanden. Der unwichtigste Faktor für beide Geschlechter die geschlechtliche Zugehörigkeit der Kunden eines künftigen Arbeitgebers. Bei den personenbezogenen Faktoren kam heraus, dass den Frauen alle Faktoren relativ gleich wichtig sind. Jedoch liegt knapp an erster Stelle der Faktor Work-Life-Balance und an letzter Stelle die Unternehmenswerte.

Auch den Männern sind alle Faktoren relativ gleich wichtig. Jedoch liegen knapp an erster Stelle das eigenverantwortliche Handeln und an letzter Stelle die Unternehmenswerte und die Unternehmenskultur. Auch bei den Arbeitsbedingungen sind zwischen Männern und Frauen kaum Unterschiede festzustellen. Am wichtigsten ist beiden das Verhältnis zu den Kollegen und Kolleginnen, am unwichtigsten der Betriebsrat und die Kündigungsfristen. Lediglich ist eine Abweichung bei der Akzeptanz der Elternzeit vorhanden, dies ist den Frauen deutlich wichtiger als den Männern. Waren die Befragten schon einmal in der Situation, sich zwischen mehreren Arbeitsplatzangeboten entscheiden zu müssen, waren hier, für Männer und für Frauen gleichermaßen, die Arbeitsaufgaben ausschlaggebend für die Entscheidung. An zweiter Stelle steht für beide Geschlechter das Gehalt. Hypothese 1 konnte somit verworfen werden.

Zudem kam heraus, dass bei den Frauen zwischen den Studiengängen Unterschiede vorhanden sind. Bei den Ingenieur- und Naturwissenschaftlerinnen dominiert das Gehalt sehr stark, den Wirtschafts- und Rechtswissenschaftlerinnen hingegen sind die Arbeitsaufgaben und das Arbeitsklima bei einem Unternehmen am wichtigsten. Somit konnte Hypothese 2 bestätigt werden.

Darüber hinaus ergab die Studie, dass bezüglich der Anforderungen an den Arbeitgeber Unterschiede zwischen den Altersgruppen bei Frauen herrschen. Zwar ist das Arbeitsklima altersunabhängig auf Platz eins, jedoch ist erkennbar, dass den 20 bis 35 Jährigen die Arbeitsaufgaben besonders wichtig sind, mit steigendem Alter hingegen gewinnen das Unternehmensimage, das Gehalt und die Herausforderungen an Bedeutung. Auch die obige Hypothese kann somit bestätigt werden.

Letztendlich lässt sich feststellen, dass sich die Anforderungen von Akademikerinnen und Akademikern eher punktuell unterscheiden, es jedoch Unterschiede bei den Frauen innerhalb der Altersgruppen sowie innerhalb der Studienrichtung gibt. Erstellt wurde die Studie in Zusammenarbeit mit  HUNTING/HER HR-Partners, einer Personalberatung für Frauen.